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Unsere Geschichte

Die Geschichte der NGD-Gruppe und ihrer Einrichtungen.

Unsere Geschichte

Unter diesem Motto stand das Jahr 2003, das von der Europäischen Union zum Jahr der Menschen mit Behinderung erklärt worden war.

In Schleswig-Holstein bekam dieses Motto eine weitere Bedeutung. In den letzten Jahren waren die Ausgaben für die Eingliederungshilfe stark gestiegen, obwohl die Kosten pro Platz nur geringfügig angehoben werden mussten. Land und Kreise planten daher einschneidende Veränderungen - ohne die Betroffenen in die Gespräche einzubinden. Man fürchtete drastische Kürzungen der Leistungen. Auf der Veranstaltung "Nichts über uns ohne uns - Verhinderung des Kostenanstiegs der Eingliederungshilfe?" in Rendsburg verliehen Betroffene, Angehörige und Einrichtungen, unter anderem die Werkstätten Rendsburg-Eckernförde, ihrer Sorge Ausdruck. Am Ende der Veranstaltung wurde die Rendsburger Erklärung verabschiedet, in der die Teilnehmer einen "sorgsamen und umsichtigen Umgang mit Veränderungen in der Eingliederungshilfe" forderten.

Schon immer hatten das DHW (Diakonie Hilfswerk Schleswig-Holstein) und die NGD e.V. (Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie) sich ergänzt und zusammengearbeitet. Nun wurden Pläne geschmiedet, um beide Unternehmen zusammenzuführen. Doch wie sollte sie aussehen, die gemeinsame Zukunft? Auf Tagungen wurden Ideen gesammelt und das weitere Vorgehen geplant, um einen reibungslosen Ablauf für Mitarbeitende, Beschäftigte und Vertragspartner zu gewährleisten.

Diese Redensart ist für viele Menschen eine unverrückbare Wahrheit. Vor allem Menschen, die auf der Straße leben, haben oft eine sehr enge Bindung zu ihren Hunden. Die Zentrale Beratungsstelle für Menschen in Wohnungsnot (ZBS) bot in Neumünster Übernachtungsplätze an, die vor allem in eisigkalten Winternächten nachgefragt wurden. Die Bedingung war allerdings, dass der Hund die Nacht im Tierheim verbringt, was für kaum jemanden in Frage kam. Dank großzügiger Spender konnten die Auszubildenden des Ausbildungsverbundes der ZBS helfen. Sie konstruierten und bauten eine Hütte nur für Hunde, die mit Schlafboxen ausgestattet wurde. Mensch und Hund können die Nacht so zwar nicht unter einem Dach, aber in unmittelbarer Nachbarschaft verbringen.

1.350 Aussteller aus 40 Ländern – die Internationale Pflanzenmesse (IPM) in Essen lässt das Herz eines jeden Gärtners höher schlagen. Eine Gruppe Auszubildender machte sich im Februar auf den Weg, um die 12 Messehallen zu erkunden. Die Schwerpunkte der Ausstellung lagen in den Bereichen Floristik, Technik und Gartenbau und boten den Auszubildenden viele spannende Eindrücke über die vielfältigen Möglichkeiten ihrer Berufe.

In Integrationsbetrieben ist das möglich. In enger Kooperation mit den Norderstedter Werkstätten entstand mit der Autopflege und Co. gGmbH ein Unternehmen zur Gebrauchtwagenaufbereitung, das sein Angebotsspektrum in den nächsten Jahren noch erweitern wird.

Die Folgen der sozialpolitischen Veränderungen in Deutschland machten auch vor der DASI Berlin nicht halt. Mitarbeitende konnten nicht weiter beschäftigt werden, und auch das Kinderheim Glockenturmstraße musste schließen.

GemeindeNah entwickelt gemeinsam mit den Kommunen neue Konzepte für Seniorenwohnanlagen. Mitten in der Gemeinde und mitten im Leben - so möchten Menschen höheren Alters heute leben. Die Wohnanlagen von GemeindeNah bieten nicht nur so viel Service, wie gewünscht, sondern auch so viel Unterstützung, Hilfe und Pflege wie benötigt wird. Die Angebote stehen an verschiedenen Standorten in Schleswig-Holstein zur Verfügung.

hatten die Beschäftigten der Glückstädter Werkstätten am 16. September. Wie jeden Mittag hatten sie sich im Speisesaal des Reetdachhauses getroffen, um dort gemeinsam zu Mittag zu essen. Kurz darauf nahm das Desaster seinen Lauf: Rauch stieg auf. Alle reagierten geistesgegenwärtig: die Feuerwehr wurde alarmiert und alle Menschen im Gebäude gewarnt. Alle konnten das Gebäude unbeschadet verlassen – das Feuer breitete sich dagegen immer mehr aus, bis das ganze Reetdach in Flammen stand. Den 125 Feuerwehrleuten aus 12 Wehren gelang es, ein Übergreifen der Flammen auf die umliegenden Gebäude, darunter eine Tankstelle und ein Supermarkt, zu verhindern. Der Sachschaden ging in die Millionenhöhe, und vier Feuerwehrleute wurden verletzt. Als Dank für ihren mutigen Einsatz überreichte Christoph-Emanuel Gaenslen jedem der beteiligten Feuerwehrleute einige Tage später ein persönliches Präsent aus den Werkstätten.

Zuvor hatte es eine Reihe erfreulicherer Ereignisse gegeben. Nach nur einem Jahr Bauzeit konnte die neue Wohnstätte im Tegelgrund in Glückstadt eingeweiht werden. 23 Einzelzimmer und drei Trainingswohnungen, in denen das Leben in den eigenen vier Wänden geübt werden kann, wurden von den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern begeistert bezogen. Ein großes Fest hatte es auch auf dem Gelände der Werkstätten gegeben: die Beschäftigten feierten mit zahlreichen geladenen Gästen den 30. Geburtstag ihrer Einrichtung. Seit der Gründung 1973 in einer alten Baracke hinter dem Krankenhaus hatte sich vieles verändert: Wohnhäuser, neue Arbeitsbereiche, neue Standorte und viele neue Gesichter waren dazugekommen. Hans Valdorf, Vorstandsvorsitzender der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie e.V. (NGD), betonte in seiner Rede, dass ein Arbeitsplatz Selbstbewusstsein schafft – bei allen Menschen, ob mit oder ohne Behinderung.

…hat nicht jeder von ihr geträumt? Ein neues Modellprojekt konnte diesen Traum für einige Bewohner / -innen des Wohnheimes wahrwerden lassen. In der Vorbereitungsphase lernten die Teilnehmenden alles, was für das Leben in den eigenen vier Wänden wichtig ist, bevor sie in der zweiten Phase in angemieteten Wohnungen „Schnupperwohnen" konnten. Die Beschäftigten, die die Herausforderungen des Alltags erfolgreich meisterten, können sich nun auf ihr eigenes Zuhause freuen. Unterstützt werden sie dabei von den Mitarbeitenden des ABW (Ambulant Betreutes Wohnen).

Ein großer Tag für die 40 Beschäftigten der Metallverarbeitung: mit Sack und Pack zogen sie an ihren neuen Arbeitsplatz in die Trollsee-Werkstatt, die im März mit einem Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht wurde. Spannend war die Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeitsplätze für behinderte Menschen – Spagat zwischen Förderung und Produktion". Besonders betont wurden dabei zwei Punkte: Wie wichtig Arbeit für behinderte Menschen ist, und dass die Werkstätten von den Unternehmen als zuverlässige wirtschaftliche Partner angesehen werden, deren Qualität und Zuverlässigkeit sich in langjährigen Geschäftsbeziehungen bewiesen hat.

Das Jahr 2003 stand ganz im Zeichen des Bauens. Als erstes großes Ereignis fand die Grundsteinlegung für das neue Kindergartengebäude statt. Lange hatten Erzieherinnen und Kinder auf diesen Tag gewartet - die Baustelle und die vielen großen Fahrzeuge waren aber auch spannend! Zur Feier des Tages sangen die Kinder ein Lied, das sie extra getextet hatten. In einer Zeitkapsel sammelten sie „Geschenke“ für das neue Haus: eine aktuelle Tageszeitung, einige Euro-Münzen, der Bauplan, eine Zeichnung, Fotos und ein Spielzeug-Kipplaster.

Die Anreise der Richtkrone in einer Pferdekutsche war, neben dem riesengroßen Kuchenbuffet, das Highlight für die Kinder beim Richtfest. Alles verlief nach Plan, und schon im August konnten die Kinder das alte Gebäude und die Übergangs-Container verlassen und ihr neues Reich in Besitz nehmen.

Mit dem neuen Gebäude gab es auch neue Möglichkeiten. Erstmals konnten in der KiTa Sonnenschein Krippenplätze angeboten werden. Die fünf Krippenkinder wurden in altersgemischten Gruppen im Regelkindergarten mitbetreut.

Für viele Menschen bedeutet der Einkauf der Dinge des alltäglichen Bedarfs eine Herausforderung. So auch für die Bewohner des Rendsburger Stadtteils Schleife: nachdem der letzte Supermarkt geschlossen wurde standen viele der meist älteren Bewohner vor einem Versorgungsproblem. Die NGD e.V. (Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie) erkannte die Situation - und schlug zwei Fliegen mit einer Klappe: durch die Eröffnung eines neuen Lebensmittelmarktes konnte nicht nur die Versorgung der Senioren gesichert, sondern auch Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen werden. Als Integrationsbetrieb bietet der LebensMittelpunkt Arbeitsplätze für Menschen mit und ohne Behinderung an.

Bei dieser Gelegenheit gehörte die Bühne Musikern mit und ohne Behinderung, die gemeinsam das Publikum begeisterten. Das Festival war Teil der verschiedenen Aktionen von DHW (Diakonie Hilfswerk Schleswig-Holstein) und NGD e.V. (Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie) im Rahmen des europäischen Jahres der Menschen mit Behinderung. Durch den großen Erfolg wurde es zum festen Programmpunkt und findet seitdem jährlich statt.

Hatten die Mitglieder des neu gegründeten Fördervereins Posthof e.V.. In Zusammenarbeit mit der Dampfbäckerei Drews verkauften sie auf dem Adventsmarkt leckere Berliner mit Guss, auf denen das Logo des Posthofes in Schokolade prangte. Wer auf den Geschmack gekommen war konnte auch nach dem Adventsmarkt in den drei Filialen der Dampfbäckerei Berliner für den guten Zweck kaufen.

Die jungen Bewohnerinnen und Bewohner des Posthofes waren seit dem Sommer mobiler. Der Club Round Table 113 aus Schleswig hatte sechs gebrauchte, aber verkehrstüchtige Fahrräder organisiert und dem Posthof geschenkt. Die Jugendlichen konnten nun auf eigene Faust die Umgebung erkunden sowie zum Schwimmen oder ins Kino fahren.

Hinter diesem Begriff verbirgt sich einer der Arbeitsschwerpunkte der TIDE-Teams. Menschen mit psychischen Problemen sollen hier die Unterstützung finden, die sie möchten, aber dabei ein Leben führen, das so eigenständig und selbständig ist wie möglich.

Im Bereich Kiel verschob sich die Nachfrage nach teilstationären Angeboten zu Gunsten der ambulanten Betreuungsleistungen. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde wurden die stationären Angebote weiter stark nachgefragt. Eine Herausforderung für die Mitarbeitenden waren die zusätzlichen Suchtprobleme und die damit verbundenen sozialen Anpassungsstörungen von mehreren der neu aufgenommenen Klientinnen und Klienten.

Dank der großen Anstrengungen aller beteiligten Handwerker konnte trotz des strengen Winters schon im April die neue Villa Toni bezogen werden. 14 Zimmer und Appartements, zum Teil behindertengerecht für Rollstuhlfahrer ausgestattet, stehen nun für das vollstationäre Wohnangebot bereit. Der Schwerpunkt des Teams liegt weiterhin auf der Komorbidität Psychose und Sucht.

„Bilder geben Gefühlen und Fantasien Gestalt, die keine Worte finden" – mit diesen Worten führte Sarah Humberg, Ergotherapeutin und Leiterin der Kreativgruppe der TIDE, die Gäste durch eine besondere Vernissage im Alten Rathaus in Büdelsdorf. Klientinnen und Klienten der TIDE hatten für die Ausstellung über 40 Bilder zur Verfügung gestellt, die einen Eindruck ihrer verborgenen kreativen Talente vermittelten.