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Unsere Geschichte

Die Geschichte der NGD-Gruppe und ihrer Einrichtungen.

Unsere Geschichte

Durch gesetzliche Veränderungen erhielt die Arbeit in einer Werkstatt den Status eines "arbeitnehmerähnlichem, auf Dauer angelegtem Beschäftigungsverhältnis". Für die Beschäftigten spiegelte sich diese Entscheidung in neuen Veträgen wieder. In den sogenannten "Werkstattverträgen" werden die Pflichten und Aufgaben der Werkstatt und der Beschäftigten sowie die Arbeits- und Urlaubszeiten und die Grundsätze der Entlohnung geregelt.

Eine Vertretung für die gemeinsamen Interessen der Mitarbeitenden in den verschiedenen Einrichtungen gab es von nun an auch bei der NGD e.V. (Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie): erstmals fand eine Wahl zur Gesamtmitarbeitervertretung statt.

„Neumünster macht Szene" – unter diesem Motto wurden zum „Kunstflecken" im September Kunstwerke über die ganze Stadt verteilt. Im Rahmen einer Kooperation beteiligten sich auch die Metall-Azubis an der Kunstaktion. Gemeinsam mit deutschen und portugiesischen Künstlern und Studierenden der Muthesius Kunsthochschule entwarfen und fertigten sie vier der ausgestellten Objekte aus Metall. Die Kreativität der Künstler und das Know-How der Azubis ergänzten sich dabei perfekt.

Aus dem Jugendgemeinschaftswerk wurde, bedingt durch eine Neustrukturierung des Trägers, der Ausbildungsverbund Neumünster. Die seit 1980 bewährten Ziele, die Förderung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aufgrund von individuellen Lebenssituationen Unterstützung beim Start ins Berufsleben brauchten, blieben erhalten. Einrichtungsleiter Reinhard Arens betonte, dass zur Zeit ein fundamentaler Systemwechsel von einer arbeitnehmerorientierten Industriegesellschaft zu einer unternehmerorientierten Wissensgesellschaft im Gange sei. Die Aufgaben des Ausbildungsverbundes müsse daher immer wieder an die verschiedenen Anforderungen und Möglichkeiten angepasst werden. Jungen Menschen berufliche Qualifikationen und Sozialkompetenz zu vermitteln bleibt die Kernaufgabe – getreu dem Grundsatz „Ausbildung für Alle".

Bei der Hochzeitsplanung standen viele Paare vor dem Problem, dass für eine große Hochzeitsgesellschaft im Trauzimmer kein Platz war. In Neumünster wurde Abhilfe geschaffen: im alten Ratssaal kann das Ja-Wort nun auch von einer großen Runde miterlebt werden. Passend zum historischen Ambiente des Saals schufen die Auszubildenden des Ausbildungsverbundes in monatelanger Arbeit einen Trautisch aus echter Eiche. Stadtpräsident Helmut Loose freute sich über das neue Prunkstück, von dem er hoffte, dass es intensiv genutzt werde.

Mit „Leonardo" nach Griechenland – aber nicht in den Urlaub. Im Rahmen des EU-Projektes „Leonardo da Vinci" bekamen Auszubildende des AVN und des Bugenhagen Berufsbildungswerkes Timmendorfer Strand die Möglichkeit, ein dreimonatiges Praktikum in Griechenland zu absolvieren. Vor Ort waren sie vom Land, aber vor allem von der Gastfreundschaft der Griechen schwer beeindruckt. Die Arbeit in den Betrieben sei von den Aufgaben her der gewohnten sehr ähnlich, durch die große Hitze sei sie zum Teil aber doch recht mühsam. Die Auszubildenden lernten sich in einem fremden Land zurechtzufinden und ihren Alltag fernab von daheim zu organisieren, und konnten im Rahmen eines vierwöchigen Schnupperkurses sogar ein paar Worte Griechisch lernen.

Mit dem Ausbildungsverbund Stormarn-Lauenburg enstand unter der Leitung des DHW (Diakonie Hilfswerk Schleswig-Holstein) ein vielseitiges Unternehmen. Jugendliche, deren schulische Laufbahn aus den verschiedensten Gründen nicht optimal verlaufen war, bekamen hier Beratung und Unterstützung beim Start ins Berufsleben.

Mit diesem Ziel startete die als gemeinnützig anerkannte Stiftung. Ihren Namen bekam die Stiftung von zweien der Gründungsväter der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie e.V. (NGD e.V.). Dr. Volker Wolfsteller († 1995), Rechtsanwalt und ehemaliger Landrat des Kreises Nordfriesland, war der erste Vorstandsvorsitzende der NGD e.V.. Hans-Jochem Feddersen († 1994), Architekt, gehörte dem ersten Vorstand an.

Die NGD e.V rief die Wolfsteller / Feddersen Stiftung im Andenken an das große soziale Engagement dieser beiden Persönlichkeiten ins Leben. Die Zinsen aus dem Stiftungsvermögen werden jährlich für gemeinnützige Projekte zur Verfügung gestellt.

Schon 1981 wurde in der ehemaligen Lornsenschule in Rendsburg eine Wohngruppe für Menschen mit geistiger Behinderung gegründet. Seitdem konnte das Angebot immer mehr erweitert und ausgebaut werden. Organisatorisch hatten die verschiedenen Wohnheime und -gruppen bislang zum Evangelischen Jugenddorf in Rendsburg gehört. Nun wurden sie unter dem Namen Evangelische Wohnheime Rendsburg-Eckernförde zu einer eigenständigen Einrichtung.

Das Jugendaufbauwerk Sylt, vormals Jugendaufbauwerk Hörnum, kann auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Nachdem schon in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet wurde, übernahm das DHW (Diakonie Hilfswerk Schleswig-Holstein) nun die Trägerschaft.

Die Jugendhilfeeinrichtungen des DHW (Diakonie Hilfswerk Schleswig-Holstein) suchten sich weiter starke Partner vor Ort, um vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche realisieren zu können. Vor allem die Kooperation mit Schulen konnte dabei erweitert werden. In Hohenwestedt konnte mit der „Parkzone" an der Förderschule die intensive Zusammenarbeit bei der Unterstützung verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher fortgesetzt werden. In Neumünster erweiterte eine Tagesgruppe das Angebot des JGW (Jugendgemeinschaftswerk), und auch in Kiel wurde im Rahmen eines Schulprojektes eine Tagesgruppe gegründet.

Mit der Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJPP) in Schleswig wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen und zwei Fachtagungen realisiert.

Das DHW konzipierte gemeinsam mit dem KJPP und dem Verein Odyssee das Drogenhilfenetzwerk SPUR, das Hilfe für drogenkonsumierende Kinder und Jugendliche anbieten sollte. Die Drogenberatungsstelle Kiel kam dem wachsenden Beratungsbedarf nach und erweiterte das Ostuferprojekt.

25 Jahre KiTa Sonnenschein – das muss gefeiert werden! Beim offiziellen Festakt wurde die langjährige gute Zusammenarbeit zwischen dem Träger, der NGD e.V. (Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie e.V.), und der Gemeinde Kisdorf betont. Am Nachmittag standen natürlich die Kinder im Vordergrund. Eine Popcornmaschine, eine Hüpfburg, Schminkaktionen, Bastelangebote – für jeden war etwas dabei. Ein Lagerfeuer rundete den ereignisreichen Tag ab.

Eichhörnchen beobachten und Brücken bauen stand ab Herbst für die „Großen“ aus dem Abschlussjahrgang auf dem Programm. Wer wollte durfte in die Waldgruppe, die einmal im Monat in ein nahegelegenes Gehölz fuhr. Das Spielen und Toben in der Natur sollte nicht nur die Sinne der Kinder, sondern auch deren motorischen Fähigkeiten fördern. Balancieren über Baumstämme, Dämme bauen, interessante Dinge sammeln – und danach ein Picknick. Mit so einem Abschluss wurde jeder Waldtag zum Erlebnis - auch wenn mal kein Eichhörnchen zu sehen war.

Durch den Ausbruch des Kosovo-Krieges 1998 kam es zu einer neuen Welle von Flüchtlingen, die auf dem Weg aus dem Kriegsgebiet alles zurücklassen mussten. Ein Teil von ihnen wurde dem Kreis Flensburg zugewiesen. Die Flüchtlinge wurden im Thorsberg in Süderbrarup untergebracht, einer ehemalige Kaserne, die nun als Gemeinschaftsunterkunft und „Ableger" des Martinstifts diente. Die Flüchtlinge änderten die Pläne in Süderbrarup: bis zur Ankunft der Kosovo-Flüchtlinge hatte man die Einrichtung wegen der sinkenden Nachfrage eigentlich schließen wollen.

Das Martinstift erweiterte seine Angebotspalette und bot nun die Betreuung und Unterstützung von Personen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten im Rahmen des § 72 Bundessozialhilfegesetz (BSHG) an.

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt konnte eine neue Maßnahme angeboten werden. Das Angebot richtete sich speziell an Menschen, die an einer Umschulung interessiert waren, sich aber noch nicht auf einen neuen Beruf festgelegt hatten. Ihnen wurde die Möglichkeit gegeben, innerhalb eines Jahres in die verschiedenen Werkstätten des Martinstifts zu „schnuppern" und in verschiedenen Unternehmen Praktika zu machen.

Das Team des Posthofes hatte sich in den letzten zehn Jahren immer neuen Herausforderungen gestellt. Dadurch hatten sich auch die Angebote verändert: 14 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 19 Jahren wurden auf dem Posthof betreut und unterstützt. Um die jungen Menschen, von denen manche neben Drogen- auch psychische Probleme hatten, intensiver und zielgruppengenauer Hilfe anbieten zu können war es nötig gewesen, die Zahl der Plätze zu reduzieren. Ein Team aus Erziehern, Ergotherapeuten, Sozialpädagogen, Psychologen und Ärzten stand Tag und Nacht zur Unterstützung bereit. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen konnten verschiedene Therapieblöcke belegen und sich drei, sieben oder zehn Monate auf dem Posthof aufhalten. Zunächst stand dabei die Herausforderung eines strukturierten, drogenfreien Lebens im Vordergrund, gefolgt von einer psychotherapeutischen Auseinandersetzung mit der eigenen Person. Den Abschluss bildete eine mehrmonatige Vorbereitung auf die Herausforderungen des Lebens in der Zeit nach dem Posthof. In der ersten Zeit hielten sich die jungen Menschen nur auf dem Posthof auf, um das Risiko möglicher Rückfälle zu verkleinern. Je länger ihr Aufenthalt andauerte, desto mehr nahmen sie am gesellschaftlichen Leben der Umgebung teil. Das Jubiläum wurde in einem Festzelt mit einem vielfältigen Programm gefeiert. Rund 200 Gäste, unter ihnen Vertreter der Öffentlichkeit, Nachbarn, Ehemalige sowie Freunde, Angehörige und Bekannte von Bewohnenden und Mitarbeitenden nutzten die extra eingerichteten Kommunikationsinseln auf dem Außengelände, um bei Kaffee und Grillgut miteinander ins Gespräch zu kommen.

Richtig voll wurde es auf der Bühne, als in Ahrensburg der 25. Geburtstag der Werkstatt gefeiert wurde. Viele Beschäftigte hatten der Werkstatt seit ihrer Gründung die Treue gehalten, und sie alle wurden zu ihrem Dienstjubiläum auf die Bühne gerufen und geehrt. Im Rahmen der Feierlichkeiten führte Landespastorin Petra Thobaben auch den neuen Leiter der Werkstätten, Rainer Schetelich, in sein Amt ein. Ein besonderes „Geschenk" brachte Sozialministerin Heide Moser mit: den Bewilligungsbescheid für den Bau der erhofften Tagesförderstätte, in der Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderungen betreut und gefördert werden können. Nach dem offiziellen Teil wurde fröhlich gefeiert, und mehrere Hundert Besucher nutzen die Chance, hinter die Kulissen der Werkstatt zu schauen.

Drinnen, draußen, im Wasser, mit Rollstuhl oder ohne- bei den neuen, vielfältigen Sportangeboten der Ahrensburger Werkstätten war für alle etwas dabei. Die Fußballmannschaft dagegen war schon lange etabliert und stellte sich bereits zum sechsten Mal der Herausforderung, ein Fußballturnier zu organisieren.

Nach 20 Jahren war der integrative Tanzkurs der Tanzschule Herde in Hamburg-Wandsbek gar nicht mehr aus dem Alltag der Werkstattbeschäftigten wegzudenken. Nun verkaufte das Ehepaar Herde seine Tanzschule an die Lebenshilfe Hamburg. Die gemeinsamen Tanzkurse für Menschen mit und ohne Behinderung konnten daher weiterhin angeboten werden.