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Unsere Geschichte

Die Geschichte der NGD-Gruppe und ihrer Einrichtungen.

Unsere Geschichte

Auf struktureller Ebene entstanden drei Geschäftsbereiche, denen jeweils ein Bereichsgeschäftsleiter vorstand:

  • Jugendhilfe, Psychiatrie und Sucht
  • Behinderten- und Altenhilfe
  • Berufsbildungswerke, Kur und Erholung

Die Veränderungen fanden sich ebenfalls in einem neuen Leitbild wieder, das nach intensiven Diskussionen der Öffentlichkeit vorgestellt werden konnte.

 

Der Palstek zierte nicht nur das Titelbild des im Vorjahr verabschiedeten Leitbildes, sondern wurde auch zum Namen der neuen Mitarbeiterzeitschrift der NGD e.V. (Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie).

Schon zu Beginn der 1990er Jahre übernahm die DASI Berlin die familienanalogen Wohngruppenangebote des Jugendamtes Treptow-Köpenick. Kinder und Jugendliche, die aus den verschiedensten Gründen nicht in ihrer Familie leben können, finden hier ein neues Zuhause – zum Teil auf Zeit, zum Teil aber auch dauerhaft. Die individuellen Bedürfnisse der jungen Bewohner/-innen stehen dabei immer im Mittelpunkt. Für junge Menschen, die selbst früh Eltern geworden sind, kam nun ein neues Angebot hinzu: MuKiVa. Die Mutter-Kind-Vater-Betreuung richtet sich an Schwangere, Mütter oder Väter mit ihren Kindern, die Unterstützung in ihrer neuen Lebenssituation benötigen. Die DASI Berlin unterstützt die jungen Eltern sowohl mit Wohnangeboten als auch in den eigenen vier Wänden und stärkt sie für die Herausforderung des Alltags mit Kind.

Mit 22 Beschäftigten hatte 1973 alles angefangen. Zum 25jährigen Jubiläum präsentierten sich die Glückstädter Werkstätten mit einem Tag der offenen Tür, der parallel an allen drei Standorten stattfand. Sowohl in Glückstadt als auch in Itzehoe feierten die insgesamt 360 Beschäftigten mit ihren Gästen und ließen sie einen Blick hinter die Kulissen werfen. Einer besonderen Herausforderung mussten sich dabei die Besucher in Glückstadt stellen: sie wurden in den „Dschungel der Vorurteile" geschickt. Es galt, Schritt für Schritt die Werkstattwelt zu erkunden, Vorurteile zu erkennen und abzubauen. Auf dem ganzen Werkstattgelände wurde ein buntes Programm geboten, und drei extra eingerichtete Café-Bereiche luden zum Verweilen ein.

So präsentierte sich das Jugendgemeinschaftswerk in seinen neuen Räumen. Nach An- und Umbaumaßnahmen konnten die Auszubildenden zum Maler und Lackierer ihre neue Werkstatt beziehen, mit Übungs-Zimmernachbauten zum Tapezieren und Streichen und Tageslicht zum leichteren Farbenmischen.

Im Rahmen des europäischen FÖN-Projektes (Fördernetzwerk zur beruflichen Integration benachteiligter Jugendlicher) arbeiteten die Maler-Azubis des dritten Lehrjahres mit Schülern der Wichern-Schule in Neumünster zusammen. „Gestalten mit Farbe" war das Motto der praktischen Berufsfelderkundung, bei der die Schüler/-innen die Möglichkeit bekamen, verschiedene Berufe von der praktischen Seite kennenzulernen. Die Azubis wurden zu Ausbildern und standen den Schüler/-innen mit ihrem Fachwissen zur Seite. Gemeinsam gelang das Projekt: verschiedene europäische Flaggen schmückten von nun an die Fahrradunterstände.

Auch die Gartenwerker-Azubis legten in der Wichern-Schule mit Hand an. Zusammen mit der Abschlussklasse planten sie, den Schulhof grüner zu machen. Beim Setzen der Pflanzen konnten die Azubis ihr Wissen zeigen, und viele Schüler fassten den Mut, ihre Fragen zum Thema Ausbildung zu stellen.

Die Bedeutung von Flexibilität und Mobilität auf dem Arbeitsmarkt wird immer wieder betont. Drei Auszubildende im Gartenbau konnten genau diese Tugenden bei ihrem Betriebspraktikum beweisen. Der Weg führte sie nach Bäumenheim bei Donauwörth, ins weit entfernte Bayern. Dort stellten sich die drei zukünftigen Werker zahlreichen Herausforderungen: gemeinsames Leben in einer Wohnung, kein Kabelfernsehen – und die drei Sender auch noch schwarz-weiß! – die merkwürdige Aussprache der Jugendlichen beim Ausgehen in der Disco…. Die „Fernreisenden" stellten sich erfolgreich allen diesen Widrigkeiten und konnten, nach ihrer glücklichen Heimkehr, voller Stolz von ihren Erlebnissen berichten.

Zum ersten Mal fand in diesem Jahr der kreative Handwerksbasar der Übergangswerkstatt für psychische Kranke statt. Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen finden in dieser Werkstatt eine sinnvolle Beschäftigung, und durch den Verkauf dieser Produkte erfahren sie eine Bestätigung ihres Tuns. Der Basar fand in der Weihnachtszeit statt, und viele Besucher nutzten die Gelegenheit, um kleine, handgefertigte Geschenke zu erstehen.