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Sozialministerin Kristin Alheit besucht unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Schleswig-Holsteins Sozialministerin informierte sich in Neumünster über die Inobhutnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen durch die Iuvo gGmbH.

Derzeit leben 20 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im ehemaligen Dienstgebäude der Polizei in der Parkstraße in Neumünster. Insgesamt werden hier zukünftig 56 männliche Jugendliche ab 16 Jahren betreut. Sie kommen überwiegend aus Afghanistan, Syrien, Eritrea, Albanien, dem Iran oder Irak und kommen ohne Eltern und Angehörige in Deutschland an.

Steigende Tendenz

„Wir bieten ihnen einen sicheren Ort, sozialpädagogische Betreuung, Tagesstruktur und natürlich Unterstützung beim Spracherwerb“, sagt Claudia Langholz, Geschäftsführerin des Bereiches Kinder- und Jugendhilfe, Kindertagesstätten und Sozialpsychiatrie. Die jungen Flüchtlinge werden von Mitarbeitenden der Iuvo gGmbH betreut. Mit steigendender Tendenz betreut und begleitet sie seit 2009 bis heute rund 180 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Übergangs- und Interimslösungen

„Wir erwarten bis Ende des Jahres nach heutiger Kenntnis insgesamt 2.500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Schleswig-Holstein“, so Ministerin Ahlheit. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung hat in Abstimmung mit der Iuvo gGmbH Übergangs- und Interimslösungen zur Inobhutnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (ION-Übergangslösungen) erarbeitet. Ziel ist es, dass die Jugendlichen nach sechs bis acht Wochen in kleinere Jugendhilfeeinrichtungen umziehen.
Die ION-Übergangslösungen sind zeitlich befristet und ausschließlich für männliche Asylsuchende gedacht, die mindestens 16 Jahre alt, psychisch stabil und nicht kriminell auffällig oder erkennbar aggressiv sind.

Große gesellschaftliche Aufgabe

„Wir erleben, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Neumünster, wie auch mit Schulen, Sportvereinen und Initiativen ausgesprochen gut und vertrauensvoll ist. Bürger und Bürgerinnen übernehmen Patenschaften für die Jugendlichen, lernen mit ihnen Deutsch und unternehmen etwas gemeinsam. Die Unterbringung und Betreuung der vielen Flüchtlinge zu gewährleisten ist eine große gesellschaftliche Aufgabe, die gelingt, wenn alle Akteure, wie in Neumünster, eng zusammenarbeiten. Den Jugendlichen Sicherheit und Schutz wie eine Bildungs- und Lebensperspektive geben zu können ist eine wichtige und erfüllende Arbeit“, so Claudia Langholz.

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