zum Inhalt

Olympischer Geist auf dem Grünen

Eine ungewöhnliche Disziplin für die Teilnehmer aus den Werkstätten Rendsburg-Fockbek: Die dreiköpfige Delegation startet bei den Special Olympics im Golfen.

Seit 2014 gibt es in den Werkstätten Rendsburg-Fockbek ein Golf-Projekt als arbeitsbegleitendes Angebot. Und bis heute sind alle zehn Teilnehmenden noch mit Begeisterung dabei, wenn es von April bis Oktober alle zwei Wochen für zweieinhalb Stunden nach Sorgbrück geht, wo der Golf-Club Lohersand Golftraining für Menschen mit Behinderung ermöglicht. Die Idee zu diesem Projekt hatte Petra Bönnighausen, seit 23 Jahren selbst begeisterte Golferin und Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung in der Werkstatt.

Finanziell wird das Projekt unterstützt vom Deutschen Golf-Verband im Rahmen des Projekts „Abschlag Schule“, denn in diesem Fall wird die Werkstatt einer Schule gleichgesetzt. Bei den Teilnehmenden sind enorme Fortschritte zu verzeichnen, lobt Golftrainer Marc Weiser. Er begleitet erstmalig so ein Projekt und ist begeistert, wie schnell viele eine gute koordinative Bewegung entwickelt haben. Er vermittelt nicht nur die sportliche Aktivität, sondern auch den Geist des Golfspiels. Der verlangt unter anderem Selbstdisziplin und Wertschätzung für den Mitspieler. Bei der Kleiderordnung gibt es für die Gruppe keine Vorschriften, die einen kommen in „zivil“, die anderen in Arbeitskleidung. Training, Engagement und Können haben sich jetzt ausgezahlt: Seit Januar bereiten sich Roman Heinz, Kevin Hahn und Rolf Belajov auf die Special Olympics in Kiel vor und freuen sich, dass aus einem kleinen Projekt so etwas Großes geworden ist.

zurück zur Übersicht