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Aktionstag von Menschen mit und ohne Behinderung in Kiel

Tapfer trotzten am 5. Mai, dem europäischen Tag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, Beschäftige aus Werkstätten aus ganz Schleswig-Holstein Wind und Wetter.

Um auf ihre Belange aufmerksam zu machen, veranstalteten Menschen mit Behinderungen am 5. Mai zum dritten Mal ein Aktionstag.
Mit Musik, Infoständen und Mitmachaktionen möchten sie zeigen, was sie in Werkstätten alles leisten und wie wichtig ihnen diese Arbeit ist.

Werkstätten übernehmen einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag

„In einer Gesellschaft, in der Arbeit einen hohen Stellenwert hat, übernehmen Werkstätten einen wichtigen gesellschaftlichen Auftrag“, erklärte Friedrich Rabe, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte und Organisator der Veranstaltung. Sie ermöglichen Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt überfordert wären, eine Teilhabe am Arbeitsleben unter Bedingungen, die auf die Behinderung Rücksicht nehmen.

Arbeit ist hier nicht nur Gelderwerb, sie bietet Tagestruktur, soziale Kontakte und Anerkennung. Dabei stehen Werkstätten für Menschen mit Behinderung nicht im Widerspruch zur Inklusion, betonte Rabe. „Sie sind keine Sonderwelten, sondern bieten vielfach arbeitsmarktnahe Beschäftigungen, Außenarbeitsplätze und sind eng mit der Wirtschaft vernetzt.“ Auch Sozialministerin Kristin Alheit bezeichnete in ihrem Grußwort den Aktionstag als eine gute Tradition und lobte die wichtige Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderung.
Aber auch Kiels Bürgermeister Ulf Kämpfer forderte in seinem Grußwort, dass es vor allem die "Barrieren in den Köpfen" zu überwinden gilt.

Für die musikalische Unterhaltung sorgten verschiedene Werkstattbands und -gruppen. Ihren großen Auftritt hatten Fliekemaas aus Meldorf, die Freesentrommler aus Niebüll, Happy Feet aus Eckernförde, Rocking Sons aus Rendsburg sowie All under one roof aus Kiel.

Auch Beschäftigte aus der NGD-Gruppe waren dabei. Mit Ständen vertreten waren die Hohenwestedter Werkstatt mit dem gut2-Wasser und die Werkstätten Materialhof, die in einem Aktionszelt unter anderem ihre Werke präsentierten.

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